Auf umgekehrten Pfaden
Anders als auf meiner Balktikum-Tour in 2024 reisen wir nun in Nord-Süd-Richtung vorbei am Ende des 19. Jahrhunderts im viktorianischen Stil erbauten Schloss Sangaste und über die ‚doppelte‘ Grenzstadt Walk (estnisch Valga, lettisch Valka) nach Lettland ein, dem mit 1,9 Mio Einwohnern vor Estland (1,4 Mio) und nach Litauen (2,9 Mio) zweitgrößten der drei baltischen Länder.
Ein schöner, aber dank heftiger Mücken- und Bremsen-Attacken beeinträchtigter wilder Zeltplatz am Waldrand ist hier für unsere erste Nacht die Bleibe. Astrids Begeisterung hierfür hält sich trotz installierter Freiluft-Dusche sichtbar in Grenzen:
Ausreichend Entschädigung bietet am Abend und für den spontan eingelegten Ruhetag das wunderbare Lakeside Camping am Stadtrand des in schöner, überraschend bergiger Landschaft gelegenen Sigulda, das mit einem freundlichen Empfang, herrlichen Badesee und nahezu perfekten Komfort aufwartet. Davor aber stehen der Besuch der Gutmann-Höhle sowie der sich anschließende kräftezehrende 1,5 km lange Anstieg mit bis zu 12 % Steigung, den wir aber beide erfolgreich, von Einheimischen mit deutlichem Beifall gewürdigt, bewältigen.
Nur schweren Herzens brechen wir auf zur Perle des Baltikums, Lettlands Hauptstadt Riga, für den Besuch ihrer Altstadt, einem UNESCO-Kulturerbe, wir einen eintägigen Aufenthalt einplanen. Ausführlich habe ich darüber schon früher hier berichtet, sodass ich mir die Wiederholung spare.
Dennoch ein paar Bilder, die Astrid bei ihrer Erstentdeckung der Schönheiten dieser Stadt geschossen hat.
Zur Überbrückung der großen Distanz durch die wenig aufregende, komplett flache Landschaft zwischen Riga und unserem nächsten Ziel Vilnius sowie aus Gründen der Zeitökonomie wählen wir den Transfer mit dem komfortablen Lux-Express-Bus in Litauens Hauptstadt.















